Montag, 29. Dezember 2014

Buchrezension - Heather Graham - Erntemord




Autor: Heather Graham 
Titel: Erntemord
Seiten: 380


Handlung

Was auf den ersten Blick aussieht wie eine Vogelscheuche, ist die Leiche einer jungen Frau, ein Lächeln ins Gesicht geschnitten, das Genick gebrochen. Schnell glauben die Menschen in Salem, dass der gefürchtete Sensemann mehr als nur ein Gerücht ist. Jeremy Flynn hat keine Zeit für Schauergeschichten. Er sucht in Salem die Frau eines Freundes, die spurlos von einem Friedhof verschwand. Bei seinen Recherchen stößt er auf die Okkultexpertin Rowenna Cavanaugh, die davon überzeugt ist, dass der Horror der Vergangenheit wieder lebendig geworden ist. Bald schon muss Jeremy sich dem Unglaublichen stellen - denn auch Rowenna droht, der Verführung des Sensemanns zu erliegen. 



Mein Eindruck

"Erntemord" ist ein Mystery-Thriller genau nach meinem Geschmack und der 3. Teil einer Trilogie.
So stellte sich mir bald die Frage: Wer verbirgt sich eigentlich hinter dem Sensenmann, der mancherorts auch unter dem Namen Gevatter Tod oder Schnitter bekannt ist? Angeblich ist er eine aus dem Mittelalter stammende personifizierte Allegorie des Todes. In der griechisch-römischen Mythologie gab es eine Schicksalsgöttin, die den Menschen den Tod brachte, indem sie mit einer Schere deren Lebensfaden durchschnitt. In der Bibel wiederum wird die Personifizierung des Todes in Form des vierten Reiters der Apokalypse dargestellt. Die bildende Kunst zeigt uns das Abbild des Todes in Gestalt eines Menschen, eines Skeletts oder einer leeren Kutte mit Kapuze, die eine Sense oder ein Stundenglas in der 'Hand' hält. In unserem Fall ist die Figur des Sensenmannes etwas spezieller. Geboren aus Größenwahn und dem Wunsch nach ewiger Jugend, müssen sieben Frauen ihr Leben lassen. Ein Irrsinn, den möglicherweise nur einer stoppen kann.

Jeremy Flynn, Ex-Polizeitaucher und Privatdetektiv. Er hat während seiner aktiven Zeit im Polizeidienst schreckliche Dinge erlebt, die ihn selbst heute noch in seinen Träumen heimsuchen. Obwohl diese Illusionen mit der Zeit immer realer scheinen, weigert er sich, an Übersinnliches zu glauben. Doch die Liebe zu Rowenna konfrontiert ihn unentwegt damit, bis er nicht mehr umhin kommt sich einzugestehen, dass es vielleicht doch mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als ihm bewusst war. Rowenna Cavanaugh, Autorin, Sprecherin, Historikerin und Verfechterin paranormaler Phänomene. Ihr Gespür für ihre Mitmenschen und die Gabe, sich in ihre Lage zu versetzen, waren der Polizei in der Vergangenheit oftmals eine große Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen. Auch sie wird von wiederkehrenden Träumen heimgesucht, in denen sie durch scheinbar endlose Maisfelder läuft, immerzu die Angst vor Augen, schrecklich zugerichtete Leichen zu finden. Jeremy ist seit dem Tod ihres Verlobten der erste Mann, für den sie ihr Herz wieder öffnet.

Heather Graham überzeugt durch ihre Fähigkeit, bereits ab der ersten Zeile eine düstere Stimmung zu schaffen. Man hat beinahe das Gefühl, selbst durch die Maisfelder zu laufen, spürt die Furcht im Nacken, den Anblick einer menschlichen Vogelscheuche ertragen zu müssen. Gleichzeitig zeichnet sie das Bild des Städtchens Salem in einem farbenfrohen Herbstgewand, sodass man das Bedürfnis verspürt, hinzureisen und einzutauchen in eine Welt voller Magie, nebulöser Friedhöfe und schon möchte man "Süßes oder Saures" rufen. Sie lässt uns teilhaben am Leben liebenswerter Charaktere, erzählt uns etwas über die berühmt-berüchtigte Hexenverfolgung in Salem und auch die erotischen Szenen weiß die Autorin wie kaum eine andere auf anregende Weise zu beschreiben ohne dabei pornografisch zu werden.

Das Cover setzt sehr gekonnt in Szene, was uns in Heather Grahams Roman erwartet. Der Sensenmann geht um und alles, was er hinterlässt, ist eine blutige Sichel in einem Heuhaufen.

 

Über konstruktive Kritik (egal ob positiv oder negativ) würde ich mich freuen :D Lasst mir auf jeden Fall eure Bloglinks da, dann schaue ich gerne bei euch vorbei ♥

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