Sonntag, 28. August 2016

Buchrezension - Todd Ritter "Das Schweigen der Toten"




Inhalt

Ein gefesselter Mann, die Augen verbunden. Er lauscht in die Dunkelheit. Er hört Schritte. Er will schreien und kann es nicht. Seit Menschengedenken hat sich in Perry Hollow kein Gewaltverbrechen ereignet. Doch an diesem Morgen wird ein Bürger des kleinen Ortes gefunden: in einem Sarg, die Lippen zugenäht, der Körper ausgeblutet. Während sich Kat Campbell, Sheriff der kleinen Stadt, an die Ermittlungen macht, geht bei der Perry Hollow Gazette der Text für eine weitere Traueranzeige ein. Todeszeit: in einer halben Stunde.


Meine Meinung

Während meines Dienstes an der Verbuchungstheke kam dieses Buch von einem Leser zurück und ich war sofort Feuer und Flamme. Schon alleine das Cover des Buches macht in meinen Augen ganz schön was her. Sieht es ja regelrecht schon nach Mord und Verderben aus, nach Geheimnissen und furchtbar viel Elend. Und die Tatsache, dass jemand der Mund zugenäht worden ist, hat mich mehr als neugierig gemacht.
Sheriff Kat Campbell in Perry Hollow hat ein nicht ganz so aufregendes Leben. In der verschlafenen Kleinstadt in Amerika passiert nicht viel. Die Leute lassen sogar ihre Autos auf, weil ja eh keiner was klaut. Doch eines Tages findet man einen selbstgemachten Sarg am Straßenrand. In diesem Sarg liegt ein Mann - tot, ausgeblutet und die Lippen sind zugenäht. Mit Hilfe der Landespolizei rund um Nick Donnelly macht sich Kat auf die Suche nach dem Mörder. Doch leider haben die beiden nicht viel Zeit. Denn bei der Perry Hollow Gazette geht schon der nächste Text für die nächste Traueranzeige ein. Todeszeitpunkt in einer halben Stunde.
Gerade die Charaktere fand ich sehr sympathisch. Kat Campbell ist eine junge Frau mit einem Sohn, den sie über alles liebt. Der Vater hat die beiden frühzeitig verlassen, doch keinem von beiden stört es, dass es im Haushalt keinen Mann gibt. Als Polizistin hat sie mich auch sehr überzeugt.
Nick Donnelly hat ein finsteres Geheimnis, was jedoch erst nach und nach ans Licht gebracht wird. Ansonsten empfand ich ihn auch als einen gesetzestreuen und eifrigen Polizisten. Er hat sich wirklich ins Zeug gehangen um dem Mörder das Handwerk zu legen.
Und dann gab es da noch Henry Goll. Er ist derjenige, der die Traueranzeigen bekommt, denn er schreibt für die Gazette die Nachrufe. Am Anfang wusste ich nicht so richtig, was ich mit ihm anstellen sollte. War er mir doch zu verschlossen und distanziert. Erst im Laufe der Handlung ist er dann so richtig aufgeblüht und wurde etwas zugänglicher. Auch sein Geheimnis, was er mit sich herumträgt, ist ganz schön furchtbar.
Im Nachhinein muss ich sagen, dass mich das Buch leider nicht ganz so überzeugt hat, wie ich es mir erhofft hatte. Aber gut. Ich wurde trotzdem sehr gut unterhalten und es war ja auch teilweise wirklich sehr spannend und ich habe es nicht aus der Hand legen können. Gerade das Ende musste ich dann an einem Abend lesen. Ich wollte dann unbedingt wissen, wer der Killer ist. Ich hatte echt keine Ahnung und war dann umso überraschter. Auch wenn das Ende dann irgendwie so schnell ging. Sobald raus war, wer diese grauenhaften Verbrechen begangen hat, war dann auch schon gefühlt der Roman zu Ende. Ich hätte lieber noch etwas mehr vom Mörder und seinen Gründen erfahren.
Gestört hat mich auch noch, dass es sich fast ein Jahr hinauszögert bis der Mörder endlich gestellt wurde. Hört und lies man doch überall, dass der Mörder in den ersten 48h gefunden werden muss, weil sonst die Spur kalt wird und die Chancen auf eine Festnahme immer geringer werden. Aber auch so war mir das viel zu lang.
Wer damit umgehen kann, dass beschrieben wird, wie Menschen einbalsamiert werden, wie ihnen das Blut aus dem toten Körper gepumpt wird und diese Vene hier und diese Aorta dort aus dem Hals gezogen wird, der wird auf jeden Fall unterhalten sein.

 


Über konstruktive Kritik (egal ob positiv oder negativ) würde ich mich freuen :D Lasst mir auf jeden Fall eure Bloglinks da, dann schaue ich gerne bei euch vorbei ♥

Kommentare:

  1. Das Buch klingt wirklich ganz interessant :) Ich sollte vielleicht auch mal in nem Buchgeschäft danach gucken.

    Liebe Grüße,
    Nadine
    www.lyvzblog.blogspot.de

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  2. Das Cover hätte mich auch direkt fasziniert. Ich glaube, für mich wäre der Inhalt aber nichts. :D

    Liebst Elisabeth-Amalie

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  3. Das Buch-Cover ist super, das muss bei mir auch immer zum Buch passen sonst finde ich den Inhalt immer nur Halb so gut.
    Aber die Geschichte :D ich hab ja schon Gänsehaut bekommen als ich mir deinen Post durch gelesen habe.. das wird glaub kein neues Buch für mich :'D Bin da ziemlich n Schisser und solche Geschichten gehen mir dann immer Monatelang nicht mehr aus dem Kopf und ich kann nicht mehr alleine daheim sein usw. usw.
    Ja jetzt ist es raus :D
    Aber trotzdem tolle Buchvorstellung :)
    Liebe Grüße,
    Miri

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  4. Früher habe ich solche Bücher sehr gerne gelesen. Zur Zeit mag ich die nicht so, aber ich glaube, dass das auch wiederkommen wird (:

    Liebste Grüße (:

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Willkommen auf meinem Blog. Hier findest du vor allem Beiträge über Beauty und Kosmetik, aber auch Filmnews, Buchrezensionen und Rezepte. Anregungen und Kritik gern auch an: russianshalava@live.de
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